Letzte Aktualisierung: 11. September 2013 | 2175578 | Anbieterkennzeichnung
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Ein JTAG-Kabel anfertigen

Um das JTAG-Interface des WRT54G mit dem Parallelport des PC zu verbinden, benötigt man die entsprechenden Steckverbinder und ein Stück Kabel. Folgende Stückliste ist aus dem Sortiment des Elektronikhändlers Reichelt zusammengestellt. Man benötigt jeweils ein Stück von jedem Posten:

  1. Eine Pfostenbuchse, 14-polig für Flachbandkabel mit Zugentlastung, Bestellnummer PFL 14
  2. Eine Pfostenleiste, 12-polig, Rastermaß 2,54 mm, Bestellnummer SL 2X36G 2,54 (*siehe unten)
  3. Flachbandkabel, 14-polig, Bestellnummer AWG 28-14F 3M
  4. SUB-D Stecker mit Lötanschluß 25-polig, Bestellnummer D-SUB ST 25
  5. Steckergehäuse für SUB-D 25-polig, Bestellnummer KAPPE 25M
  6. Vier Stück Metallschichtwiderstand 0,25 Watt 100 Ohm, Bestellnummer METALL 100

Für die Pfostenleiste ist eine 72-polige Ausführung angegeben. Diese läßt sich einfach mit einem Teppichmesser auf die gewünschte Länge von 12 Polen kürzen. Man hat dann entsprechend 6x eine 12-polige Pfostenleiste. So können mehrere WRT54G "versorgt" werden wenn man das möchte. Natürlich kann man auch kürzere Pfostenleisten bestellen, doch preislich macht das kaum einen Unterschied. Die Pfostenleisten verbleiben auf der Platine des WRT54G und sind nicht wiederverwendbar.

Für das Flachbandkabel ist die farbige Ausführung angegeben. Das macht es für Einsteiger einfacher, die einzelnen Adern zu identifizieren. Experten können natürlich auch das graue Kabel verwenden. Im Gegensatz zu den Pfostenleisten ist das JTAG-Kabel wiederverwendbar. Die Länge des JTAG-Kabels sollte 1 Meter nicht übersteigen. Mit 75 Zenitmetern ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Signaltabelle

JTAG-Signal JTAG-Pins LPT-Pins
JTAG_TRST_L 1 NC
JTAG_TDI 3 2
JTAG_TDO 5 13
JTAG_TMS 7 4
JTAG_TCK 9 3
SW1_RESET 11 NC
GROUND 2, 4, 6, 8, 10, 12 20, 25

Die Pins 1 und 11 werden am JTAG-Interface des WRT54G nicht verwendet. Da das JTAG ein definierter Standard ist kann man sie dennoch im JTAG-Kabel verdrahten und hat damit ein universelles Kabel, das sich auch bei anderen Geräten verwenden läßt.

Der Schaltplan

Die Numerierung der Pins erfolgt in Betrachtung von der Bestückungsseite. Im Fall des Sub-D-Steckers schaut man also von Außen auf die Pinseite, nicht die Lötseite.

Fachlich versierte Bastler weise ich auf die eigenwillige Numerierung der Pins am JTAG-Anschluß des WRT54G hin. Im Gegensatz zu vielen im Internet verfügbaren Schaltplänen muß Pin 12 am JTAG-Interface des WRT54G mit Masse verbunden werden. Läßt man Pin 12 offen (NC) so resultiert das in sehr langsamen Uploads von mehreren Stunden Dauer.

Der SUB-D Stecker


Oben zu sehen: Drei 100-Ohm-Widerstande

Die vier Signalleitungen des JTAG werden über jeweils einen 100-Ohm-Widerstand mit dem Parallelport des PC verbunden. Die Widerstände werden direkt auf die Lötkelche der SUB-D Stiftleiste gelötet denn im Steckerehäuse ist dafür mehr als genug Platz.

Nicht verwendete Adern des Flachbandkabels werden einfach offen gelassen, isoliert und im Steckergehäuse verstaut. Die Widerstände sollten noch jeweils isoliert werden. Für die Schellen der Zugentlastung wird noch ein Stück Schrumpfschlauch o.Ä. über das Flachbandkabel gestreift um Kabelquetschungen durch die Zugentlastung zu vermeiden.

Die Pfostenbuchse


Der Flachbandstecker (sog. "Federleiste")

Am anderen Ende wird die Pfostenleiste einfach auf das Flachbandkabel gepreßt. Das ist der einfachste Teil der Arbeiten am JTAG-Kabel. Für die Pfostenbuchsen gibt es spezielle Zangen zum Einpressen des Kabels aber für dieses eine Exemplar tut es auch eine Schraubzwinge o.Ä. Aber auch hier sollte man mit viel Gefühl herangehen. Das Material zerbricht recht leicht beim Einpressen.

Das JTAG-Kabel ist schon fertig.

 

 
Web www.wlan-skynet.de