Letzte Aktualisierung: 11. September 2013 | 2175574 | Anbieterkennzeichnung
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Reichweite

Die Reichweite war im Grunde das größte Problem bei der Planung meiner Richtfunkstrecke. Die Distanz beträgt ca. 6400 Meter zwischen beiden Endpunkten. Erschwerend kam hinzu, daß das Gelände mit großen Bäumen besetzt ist. Zwar ist eine direkte Sichtlinie vorhanden, doch die Lücke zwischen den Bäumen ist doch recht schmal.

Bei meinen ersten Planungen ging ich von einem ganz normalen WLAN nach IEEE 802.11b aus, also Frequenzen um die 2400 MHz. Dabei zeichnete sich ab, daß man für eine halbwegs brauchbare Funkverbindung schon mittlere Profiantennen benötigen würde. Mit der berühmten Pringles-Dose, die für 2,4 GHz sowieso einen zu kleinen Durchmesser hat (c't 9/03), war hier jedenfalls kein Blumentopf zu gewinnen.

Eben jener Test in Ausgabe 9/2004 war es auch, der mich zu Ernst Ahlers führte, mir fehlte die Erfahrung, um das Gelände und die Antennen richtig einzuschätzen. Ich hätte einfach auf gut Glück ein Set bestellen und ausprobieren müssen. In der Redaktion der Zeitschrift c't lag dieses Knowhow schon vor. Ich schickte einfach eine eMail und hatte Glück: Ich bekam eine Antwort.

Wir berechneten die Distanz mit einer Reserve von 10 dB und ermittelten so die notwendigen Antennengewinne. Dies wiederum haben wir mit den zulässigen Abstrahlleistungen verglichen. So sind wir auf drei verschiedene Kombinationen von Antennen und AccessPoints gekommen. Die Preise für ein komplettes System mit 2 Antennen, 2 AP's sowie Kabeln etc. bewegten sich zu diesem Zeitpunkt zwischen 1300 und 2500 Euro.

Bei allen meinen Vorüberlegungen habe ich das zweite WLAN-Frequenzband um die 5700 MHz ganz und gar unberücksichtigt gelassen. Bei näherer Betrachtung erwies sich die 5-GHz-Technik als die bessere Wahl für mein Vorhaben. Leider sind Antennen für diese Frequenzen nicht weit verbreitet, die meisten Hersteller beschränken sich auf 2,4 GHz. Aus diesem Grund entschied ich mich für das System von Lancom.

Der erste Test mit diesem System ging gründlich daneben. Ich hatte die Antenne bei mir auf dem Dach nicht richtig befestigt. Sie hatte sich verdreht. Durch den kleinen Öffnungswinkel von nur 18° kam es so zu keiner Funkverbindung mehr.

Der zweite Versuch war dann umso erstaunlicher. Ich hatte die Antenne bei mir auf dem Dach neu ausgerichtet und die zweite Antenne im Gewerbegebiet auf einem kleinen Stativ ca. 1 Meter über dem Boden aufgebaut. Beide Antennen waren lediglich nach Sichtpeilung ausgerichtet. Trotzdem zeigte der Linktest eine stabile Verbindung von 24 MBit/s an. Es zeigte sich, daß die Antennen bereits optimal ausgerichtet waren. Eine Lageänderung verschlechterte den Link lediglich.

Es ist später bei der festen Installation dabei geblieben: Ich habe über die 6400 Meter einen stabilen Link von 24 MBit/s, der gelegentlich nach 18 und 36 MBit/s ausschlägt.

 
Web www.wlan-skynet.de