Letzte Aktualisierung: 11. September 2013 | 2234612 | Anbieterkennzeichnung
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WLAN-Standard IEEE 802.11h

Der WLAN-Standard IEEE 802.11h entspricht in seinen technischen Spezifikationen weitestgehend dem Standard IEEE 802.11a, wurde jedoch um zwei zusätzliche Merkmale ergänzt um der Rechtslage innerhalb der Europäischen Union Rechnung zu tragen:

Dynamic Frequency Selection (DFS)

Die dynamische Frequenzwahl dient dazu, andere auf der aktuell gewählten Frequenz arbeitende Anwendungen vor negativen Einflüssen zu schützen. Beispielsweise arbeiten einige Flughafen- und Schiffsradare auf Frequenzen im 5-GHz-Bereich.

Radare arbeiten häufig nach dem Rotationsverfahren. Dabei wird ein eng gebündelter Richtfunkstrahl durch eine rotierende Antenne emmittiert. Durch die Rotation der Antenne nimmt ein entfernter Empfänger das Radar-Signal als einen kurzen Impuls (Radar Peak) wahr. Empfängt ein Gerät nach IEEE 802.11h einen solchen Radar Peak, so stellt es zunächst den Sendebetrieb ein und überwacht den Kanal auf weitere Impulse. Dieser Zeitraum wird "Channel Observation Time (COT)" genannt und dauert gemäß Standard 60 Sekunden. Treten während der COT weitere Radar Peaks auf, wird automatisch ein neuer Kanal gewählt.

Transmit Power Control (TPC)

Die automatische Leistungsreduzierung ermittelt die minimal notwendige Sendeleistung, um die Verbindung zum AccessPoint aufrecht zu erhalten. Als maximale Ausgangsleistung sind 30 mW festgelegt (ohne Antennengewinn und Kabelverlust). Die Verwendung zusätzlicher Begrenzungen ist natürlich möglich um z.B. bei Verwendung von Hochgewinn-Antennen die Sendeleistung EIRP von 1000 mW nicht zu überschreiten.

Auf diese Weise braucht man sich um die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte bzgl. der Sendeleistung wenig Gedanken zu machen. Man stellt den Limiter beispielsweise auf 900 mW EIRP ein und die Geräte handeln die tatsächlich benötigte Sendeleistung untereinander aus.

 
Web www.wlan-skynet.de